Seminar-Nr.: BAU-20190114

Die seit Juni 2016 im Weißdruck vorliegende Neufassung der DIN 4109 stellt die am Bau Beteiligten nicht nur in technischer Hinsicht vor neue Herausforderungen, sondern wirft auch in haftungs- und vertragsrechtlicher zahlreiche Fragen auf.

Welche Schallschutzwerte ergeben sich aus den neuen normativen Vorgaben und welche diesbezüglichen Vereinbarungen sollten getroffen werden, um Haftungsrisiken zu vermeiden? Wie verhalten sich Bauordnungsrecht, Normwerte und zivilrechtlich geschuldete Standards zueinander? Welche Schallschutzwerte entsprechen den anerkannten Regeln der Technik?

In rechtlicher Hinsicht bündelt die Veranstaltung vor dem Hintergrund der umfangreichen Rechtsprechung zur DIN 4109 Fragen und Antworten, auf die es ankommt. Denn die vielfältigen und oftmals den Baubeteiligten gar widersprüchlich erscheinenden Urteile zum Schallschutz offenbaren die fachtechnische Komplexität des Themas ebenso wie dessen haftungsrechtliche Relevanz im Baurecht, Mietrecht sowie auch Wohnungseigentumsrecht.

Aus technischer Sicht werden die teilweise konkurrierenden und im Widerspruch stehenden Regelwerke vorgestellt und verglichen. Die abstrakt wirkenden Vorgaben in Form von dB-Werten werden erläutert und in den Kontext der verschiedenen Regelwerke gebracht. Kursierendes Halbwissen und offensichtliche Missverständnisse werden kritisch hinterfragt und in Bezug zu den verschiedenen Regelwerken gesetzt. In Wechselwirkung mit den rechtlichen Aspekten wird die aktuell bestehende Situation diskutiert.

Die Veranstaltung hat zum Ziel, das Zusammenspiel technischer und rechtlicher Aspekte im Dialog der Disziplinen praxistauglich aufzuzeigen. Beispiele aus der juristischen und planerischen Praxis des Schallschutzes runden die Veranstaltung ab.

Teilnahmepreise Preis
Mitgliederpreis
€ 200,00
Gäste
€ 300,00
zzgl. Verpflegungspauschale (inkl. 19% MwSt.) € 50,00
im Teilnahmebetrag sind enthalten:
  • Tagungsgetränke, Kaffeepausen, Mittagessen, Tagungsunterlagen sowie MwSt.

Sie erhalten nach Eingang der Anmeldung eine Rechnung über den Teilnahmebeitrag. Die Rechnung ist innerhalb von 14 Tagen zahlbar.

Melden sich zwei Personen eines Unternehmens an, dessen Inhaber/in Mitglied des BVS e.V. ist, zahlt die zweite Person ebenfalls den Mitgliederpreis. Ab der dritten Anmeldung aus demselben Unternehmen wird der Teilnahmebeitrag für Gäste fällig.

Seminarbeitrag steuerfrei nach § 4 Nr. 22 a UStG

Block 1:Welcher Schallschutz ist geschuldet? – Rechtliche Grundlagen

  • Bauordnungsrechtliche Anforderungen an den Schallschutz
  • Mangelbegriff, anerkannte Regeln der Technik, DIN-Normen
  • Welcher Schallschutz ist geschuldet? - Schallschutz im Spannungsfeld zwischen Normung und Rechtsprechung
  • Schallschutz im Baurecht
  • Schallschutz im Miet- und Wohnungseigentumsrecht

 

Block 2: Schallschutz - Anforderungen, Empfehlungen und Kennwerte

  • Kurzeinführung Grundlagen der Akustik
  • Einführung in die Schallschutznormung,
  • Grundlagen, Grundbegriffe, Historie des Schallschutzes
  • DIN E 4109 – VDI 4100 – Synopse – „Problem: nicht kongruente technische Normung“
  • Schallschutz im europäischen Vergleich
  • Versuch eines Ausblicks

 

Block 3:

Schallschutz beim Bauen im Bestand

  • Kardinalpflicht Bestandserkundung
  • Geschuldeter Standard bei Sanierung?
  • Bauträgervertrag - Rechtsfragen bei Erwerb/ Veräußerung von (sanierten) Altbauten

Vertragspraxis Schallschutz

  • Welche Vereinbarungen können oder sollten getroffen werden?
  • Aufklärungs- und Beratungspflichten
  • Anerkannte Regeln der Technik im Wandel – was tun bei Änderungen und Abweichungen?
  • Gesamtschuldnerische Haftung – Schnittstellen klären und regeln

 

Block 4: Praktische Planung und Beratung des Schallschutzes

  • Planung nach DIN 4109 alt
  • Exemplarische Planungs-Beispiele – wird es besser?
  • Bau- und Planungsfehler erkennen und vermeiden
  • Schallschutz im eigenen Bereich
  • Beispiele aus der Praxis als Gutachter

Kostenpflichtige Online-Anmeldung Fax-Anmeldung

Eckdaten des Seminars

Datum
14.01.2019
Zeit
09:00 – 16:30 h
Ihre Dozentin
Elke Schmitz, Kanzlei Schmitz

Die Schwerpunkte von der Rechts­anwältin Elke Schmitz sind privates Bau­recht, Archi­tekten- und Ingenieur­recht, Sach­verständigen­recht, gebäude­bezogenes Energie­recht/ EnEV, Koope­ration am Bau und Kommu­nikation am Bau. Sie ist bundes­weit als Referentin für Archi­tekten- und Ingenieur­kammern sowie weiteren Weiter­bildungs­einrichtungen zu den o. g. Themen für Planer, Sach­verständige und Bau­ausführende tätig.

Ihre Dozentin
Christian Nocke, Akustikbüro Oldenburg

Dr. rer. nat. Dipl.-Phys. Christian Nocke
(von der Oldenburgischen IHK öffentl. best. und
vereidigter Sachverständiger für Lärmimmission, Bau- und Raumakustik)

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